Tips und Tricks
mit Unterstützung der Newsgroup "Outdoor"
Tip1:
Fleece-Jacke in die Hülle vom Schlafsack stecken, ergibt ein praktisches Kopfkissen, das nicht so leicht verrutscht wie die Jacke allein.
Tip2:
Die Trinkflasche, die seitlich irgendwo im Rucksack steckt, kann
leicht rausrutschen und ist im schlimmsten Fall weg - mit einer Kordel
am Rucksack befestigt, lang genug, daß man bequem noch trinken kann
ist das Problem gelöst.
Tip3a:
Sojamilchpulver ist sehr ergiebig, lange haltbar, sehr reich an Eiweiß und noch so ein paar anderen Dingen (habīs vergessen), nicht mein Metier.
Tip3b:
Vollmilchpulver kannst Du Dir in jeder Apotheke bestellen. Ist zwar immer
noch kein Schnäppchen, aber wesentlich billiger als bei den Outddor-Ausrüstern.
Tip3c:
Magermilchpulver - gibts im Supermarkt (z. B. bei
Marktkauf) und tutīs wohl in den meisten Fällen auch z. B. für Schokopudding.
Tip4:
Wer oft im Dunkeln sein Zelt aufbaut, sollte leuchtende (farbige) Abspannschnüre verwenden.
Tip5:
Bei Kälte empfiehlt es sich an den Reißverschlußhaken ein Bändsel anzubringen.
Tip6:
Reißverschluß mit Seife oder Kerzenstumpen schmieren.
Tip7:
Bei Kälte sind Messingkarabiner (etwa bei Hundeleinen usw.) Stahlkarabinern
überlegen. Finger frieren nicht so schnell daran fest.
Tip8a:
Mehrweg-Cola- (Fanta-, Sprite-) Flaschen für Wasser.
Sind deutlich leichter als Sigg-Alu-Flaschen, man sieht genau, was (und
wieviel) drin ist, die glucksen halbvoll viel leiser und sind superdicht.
Tip8b:
Für kurze Eintagestouren nehme ich seit Jahren eine alte US-Army Feldflasche. Die kann man gescheit am Hüftgurt befestigen, durch die Nierenform stört sie nicht und wenn man die Fleecehülle naßmacht, hat man im Sommer für Stunden ein kaltes Getränk.
Wärme wird ebenfalls besser gespeichert als z.B. bei Siggflaschen. Kochendes
Wasser einzufüllen ist auch kein Problem.
Tip8c:
Bei Kälte kann man das Restliche warmgemachte Wasser welches für Tee oder Kaffee
nicht mehr gebraucht wird in die SIGG-Flasche füllen und in den
(WICHTIG!!!) ISOLATIONBEUTEL stecken, ist eine ideale Wärmflasche.
Tip9:
Poncho als leicht aufzuspannendes Tarp:
An einem Poncho in den Ösen Zeltleinen mit Leinenspannern anbringen.
Aufrollen und die Leinenbündelchen mit Schnürsenkeln an den Ösen des
Ponchos festbinden. Dann kann sich nichts verheddern. Einige leichte
Heringe in einen Beutel oder einer Bestecktasche in den Poncho einwickeln.
Dann ist er schnell und einfach als Tarp zwischen Bäume oder über
Wanderstöcke aufzuspannen.
Ist besonders praktisch wenn man mit einem kleinem Zelt unterwegs ist und
eine regengeschützte Kochstelle o.ä. braucht.
Tip10:
Mut Kukident lassen sich Trinkflaschen prima säubern, mit Backpulver geht es aber auch ganz gut.
Tip11:
Wer einen Trangia Kocher (oder auch andere) hat, kann sich
im Haushaltswarenhandel ein Sieb zum Abdecken der Flamme auf einem
Gasherd holen und es passend für den Boden des Topfes schneiden. Legt man
dies Sieb über die Flamme auf die drei Haltebeinchen, fängt es an zu
glühen und man kann wunderbar Brot rösten. Es paßt locker mit den Töpfen
zusammen beim Packen.
Tip12a:
Die Ultras sind bekanntlich extrem rutschig, TAR bietet dagegen ein
Anti-Rutsch Spray an. Wenn man es wie in der Bedienungsanleitung
aufträgt, entstehen winzige Gummifleckchen, die sich innerhalb weniger
Tage wieder abreiben und sich dann im überall im Zelt und auf der
Kleidung wiederfinden.
Besser ist es, das Spray dicker und mit geringem Abstand auf regelmäßig
verteilte Stellen zu sprühen und dann die Lösung mit einem Finger zu
verreiben. Die "Flatschen" sind zwar optisch nicht so schön, dafür hält
es.
Tip12b
Eine Alernative: einfach ein Baby-Badewannen-Gummi-Strips (Fischchen oder Sternchen) auf die Matte kleben, hält bombenfest und sieht gut aus :-)
Tip12c:
Kleine Löcher, also diejenige Sorte die in einer
Nacht die Matratze halb platt machen, soll man mit Uhu flicken können.
Also die Matte wie einen Fahrradschlauch vollgepumpt unter Wasser halten
und nach dem Trocknen an der defekten Stelle Uhu verreiben.
Ich musste das glücklicherweise noch nicht testen, aber meine Schwester
hat ihre Matte so schon mal geflickt.
Tip13:
Leere Zahnpastatuben kann man wunderbar ausspülen und durch die
Öffnung mit einer Sprize befüllen mit z.B. Seife, Nutella oder
anderen Dingen, die man braucht. Die Teile sind dicht und
praktisch.
Tip14a:
Birkenrinde:
brennt auch naß, guter Anzünder
Tip14b:
Weidenrinde:
Kann man ein gutes Kopfschmerzmittel draus kochen.
Enthält Salicylsäure (salix=lt. Weide), den eigentlichen Wirkstoff des
Aspirins (dort Acetylsalicylsäure wg. Magenverträglichkeit)
Tip15a:
Damit man nachts Dinge wie die Taschenlampe, das Bärenspräy :-), oder
ähnliches besser findet, klebt man einen Streifen reflektierenden
Klebestreifen drauf.
Tip15b:
Für Licht im Zelt: ein Stück von selbstklebendem Klettverschluß oben
ins Innenzelt, das andere Stück an eine kleine Taschenlampe.
Tip15b:
Licht liefern nicht nur Taschenlampen, sondern auch
Feuerzeug (robust), Kerze (robust+billig), Laserpointer(extrem
sparsam).
Tip16:
Als Sitzkissen unterwegs eignet sich ein großes MousePad (die liegen
hier nur so rum) - sind zwar nicht ganz so groß wie meine Sitzfläche
aber recht praktisch, auch als Unterlage für alles mögliche.
Z. B. im Winter unter den Kocher, und im Rucksack damit den Kocher
einwickeln als Schutz.
Tip17:
Und noch ein Nutzen für die neoprenartigen Mousepad's: weiche
Einlegesohlen für die Schuhe, einfach die Fußform ausschneiden, fertig.
Tip18:
Reflektierende Schuhbänder für Kinder-Schuhe (gibts bei Jako-o etc.)
sind praktische Schnüre für alles was nachts zu sehen sein sollte.
Tip19:
Wenn man im Dauerregen wandert, sollte man die Gamaschen unter de Hose
tragen, so kann das Wasser nicht von der Hose ablaufen und oben in die
Gamaschen rein - die Füße bleiben länger trocken.
Tip20:
Um die Füsse und Hände warmzuhalten, streue etwas Cayenne Pfeffer in
die Strümpfe und Handschuhe. Es gibt zwar leichte Rötungen auf der
Haut, aber die Wärme ist es wert.
Tip21a:
Vor dem Kochen den Topfboden mit Seife einreiben. Nach dem Abkühlen
läßt sich der Topf ganz leicht reinigen.
Tip21b:
Ein rumliegendes und nicht allzuverharztes Ästchen von Nadelbäumen
eignet sich, je nach Art, relativ gut als Topfschrubber.
Tip21c:
a) nach dem Kochen mit Spülmittel und Wasser nochmal aufkochen
lassen.
b) bei viel übriger Zeit(z.B. Rasttag o.ä.) Topf mit Wasser füllen. Ein paar Stunden einweichen lassen.... ausschütten, trocknen lassen fertig! Es ist wirklich
verblüffend, wie zuverlässig das auch ohne warmes Wasser funktioniert.
Tip21d:
Wenn man ein Tarp aufgebaut hat, das Geschirr genau an die Stelle legen, wo
gesammelt das Regenwasser runterläuft, funktioniert fasst so gut wie
eine Waschmaschine ;-)
Tip22:
Feuer Starter: mehrere Wattebälle werden in Petroleumgelee (vom
Fondue) getaucht und in einer leeren Filmdose aufbewahrt. Es passen
leicht 20 Stück rein. Zum Anzünden die Watte auseinanderziehen und
unter das kleine Holz vom Lagerfeuer legen.
Tip23:
Schuhe beim Biwak in den Schlafsackbeutel dann hat man morgens weniger
Feuchtigkeit und keine Untermieter drin.
Tip24:
Die 2 l Tetrapacks mit Plastikschraubverschluß (z. B. mit O-Saft von
Pfanner) lassen sich leer flach zusammenlegen, sind leichte und
"billige" verschließbare Behälter zum Wasserholen und/oder aufbewahren.
Gefüllt sollte man sie aber nicht in den Rucksack packen.
Tip25:
Der schmierige Ruß eines Holzfeuers läßt sich relativ einfach mit
feinem Sand entfernen. Etwas Sand findet sich in jeder Kehre eines
Flußes bzw. Baches.
Tip26:
Ein paar Tropfen Anti-Mücken Öl im Teelicht haben den gleichen Effekt
wie teure Spezialkerzen oder Räucherzeugs.
Tip27:
Naßgewordene Einweg-Feuerzeuge sind sofort wieder betriebsbereit,
wenn man mit dem Reibrädchen einmal über die Hose fährt.
Tip28:
Mit Ersatzgestängesegmenten kann man wunderbar jedes Feuer/jede Glut
anblasen, gezielt und effektiv.
Tip29:
Geldscheine kann man aufgerollt in wasserdichten,
verschraubbaren Tabletten/Stuhlröhrchen in der unteren
Beintasche aufbewahren. Dort verliert man sie nicht und da findet sie
auch so schnell keiner.
Tip30:
Bei starken Fußproblemen der Arzt nach medizinischen Schuhen fragen, diese werden ganz oder teilweise von der Krankenkasse bezahlt.
Tip31:
Ganz wichtig: immer ein Bleistiftstummel und ein paar
Schmierzettel dabei haben. Damit kann man bei Verständigungs-
schwierigkeiten malen, den Weg (Ortsnamen, Strassennummern, Himmels-
richtungen,...) zum nächsten Rastplatz notieren,
Nachrichten für Nachzügler hinterlassen, Schiffe versenken
spielen, Tagebuch fuehren,...
Tip32:
Schöne altmodische Fotoapparate funktionieren auch bei
Temperaturen, wo LCD/Kameras längst eingefroren sind :(((
Tip33:
Wenn der Griff am Reißverschluß fehlt, läßt er sich sehr gut
durch eine Büroklammer, eine Sicherheitsnadel,einen Federring, ect.ersetzen.
Tip34a:
Eine Wäscheklammer ist eine low-tech-Lösung, um schnell ohne viel
Getuedel mit Bändseln oder Klettbändern eine Zelttür hochgeklappt zu
befestigen, damit sie nicht im Weg hängt, wenn man oft ins Zelt und
wieder raus muss.
Tip34b
Bei Tunnelzelten z.B. rutscht die Tuer (Seiteneingang) immer wieder vom
Dach, wenn man sie da hochlegt. Mit einer Wäscheklammer laesst sie sich
einfach an einem Gestängebogen auf dem Dach feststecken.
Tip35:
Eintages-Kontaktlinsen kosten ca. 1,50 DM pro Stück und sind einzeln in
Aufbewahrungsfluessigkeit eingeschweißt, ca. 2 Jahre haltbar. Sie
eignen sich hervorragend als 2.-, 3.-, 4.- usw. -Brille, die nicht
kaputtgeht, wenn man sich draufsetzt und vor allem kaum Platz wegnimmt.
Tip36a:
Falls man nachts gegen morgen zu im Schlafsack kalte Füsse bekommt
oder friert - einen Schokoriegel oder Schokolade essen, regt den
Stoffwechsel an und erwärmt den Körper.
Tip36b:
Damit die Füße im Schlafsack nicht zu sehr auskühlen, die Jacke über
die Füße und Beine legen. Die Hose in den Schlafsack in den Fußraum,
bleibt warm und reduziert den zu erwärmenden Platz.
Tip36c:
Nachts im Schlafsack eine Nachtmütze tragen, denn ein hoher Prozentsatz der Körperwärme wird über den Kopf abgegeben.
Tip37a:
Wer nachts einen betimmten Drang verspürt, sollte diesem sehr schnell
nachgeben. Es verbraucht sehr viel Energie den Inhalt einer vollen
Blase auf Körperthemperatur zu halten. Entleert kann die Energie im
Körper sinnvoll verwendet werden.
Tip37b:
Und wer nun gar keine Lust hat, deswegen das Zelt oder gar den
Schlafsack verlassen - der nimmt sich für dieses Geschäft eine gut
schließende Flasche mit ins Zelt und übt vorher das Zielen :-).
Tip37c:
Um sich im Winter bei ungemütlichen Bedingungen den Gang nach draußen
zu ersparen kann man gut in leere Globetrotterlunch-Tüten (oder wie die
auch immer heißen) pinkeln und den Inhalt dann in einer Ecke im Vorzelt
ausgießen (kleines Loch im Schnee). Ist besonders auch für Frauen
geeignet (eigene Erfahrung) und man braucht kein extra Behältniss
(vorausgesetzt man isst diese Expeditionsnahrung).
Das "grosse Geschaeft" kann man auch bei Schneesturm relativ bequem und
ohne sich was abzufrieren im Zelt erledigen, jedenfalls wenn die Apside
groß genug ist bzw. sich das Innenzelt teilweise aushängen läßt.
Einfach Loch in Schnee graben und hinterher zuschütten.
Bei Sturm und/oder sehr starker Kälte sind Schamgefühle hier nicht angebracht.
Tip38:
Betreiber von Spirituskochern sollten den Brenner nachts mit in
den Schlafsack nehmen. Dann geht das Teil morgens leichter an.
Tip39:
Klamme bis leicht feuchte (z.B. verschwitzte) Kleidungsstücke
sollten auch mit in den Schlafsack genommen werden. Es kann
sonst passieren dass sie morgens so steif gefroren sind dass
man gar nicht mehr reinkommt.
Tip40a:
Kalte Finger und Füße mit Schnee abreiben und kräftig massieren, erst danach in
den trockenen und warmen Schlafsack. Wenn es sehr kalt ist, ziehe ich über
Nacht auch Fäustlinge an.
Tip40b:
Eine dünne (wirklich dünne) Schicht Melkfett auf der Gesichtshaut hat eine
leicht isolierende und hautschonende Wirkung. Nivea Creme hat sich nicht so
bewährt, weil es Wasser enthält.
Tiip41:
Reservepaar Handschuhe / Reservemütze bei längeren Touren.
Tip42a:
Ein Taschenofen ist ideal zum Vorheizen/Trocknen der Schuhe.
Tip42:
Eine Siggflasche oder noch besser den Ortlieb Wassersack kann man auch als Wärmflasche mißbrauchen.
Tip43a:
Bei großen Schneeflächen und Sonnenschein prinzipiell Sonnenbrille und UV
Schutz (UV Schutz ist auch bei Bewölkung nicht unsinnig).
Tip43b:
Sonnenschutz für die Lippen z. B. "Labello Alpin".
Tip44:
LCD Anzeigen können bei Kälte Zerstörungen erleiden. Zwar gibt das Datenblatt
immer eine Temperaturfestigkeit von -20°C an, man muß es aber nicht soweit
kommen lassen. Jene Gerätschaften gehören an einen warmen Ort - auch im
Interesse der Batterien.
Tip45:
Wer mit seinem Hund unterwegs ist, sollte ihm kein kaltes Wasser zum Trinken geben, sondern es lauwarm servieren und ihn nicht übermässig Schnee fressen lassen.
Ist der Hund am Ruhen, dafür sorgen, das er warm liegt - Stroh oder Mäntelchen.
Tip46:
Ice Pins (mit Kunsstoffgriff) sind in Skandinavien
bei den Eislangläufern durchaus üblich und zählen zur
Standardausrüstung neben Wurfsack und Trillerpfeife.
Mit Hilfe dieser Pins kann man besser ans Eis festkrallen und sich aus dem Wasser herausziehen.
Die Ice Pins werden in einer Kunststoffhuelle um den Hals getragen, griffbereit.
© Guido Eink