zuletzt geändert/erweitert am: 19.02.2000
Die Zeltausrüstung
Am Besten vor dem Kauf, das Zelt selber aufbauen und darauf achten, wie leicht sich das Gestänge durch die Schläuche schieben läßt, bei manchen Zelten wird das Gestänge auch nur eingehakt, wie sehen die Nähte aus, wie gut klappt der Aufbau bei Wind, wie gut kann ich es bei Regen aufbauen.
Apropos Regen, gute Zelte haben für den Boden eine Wassersäule von 10.000 mm und für das Dach 5.000 mm. Nicht nur das Maß der Grundfläche ist wichtig, sondern auch die Werte in 20-30 cm Höhe in Längsrichtung, besonders bei den "krauten Kerlen".
- Kuppelzelt
Beim Kuppelzelt kreuzen sich diagonal zwei Gestängebögen. Manchmal befindet sich für die Apsis auch noch ein Gestängebogen am Eingang.
Das Gestänge wird entweder am Innenzelt oder am Außenzelt befestigt.
- Vorteil: es steht auch ohne Heringe
- Nachteil: nicht immer leichter und schneller Aufbau, Innenzelt läßt sich oftmals nicht dauerhaft mit dem Außenzelt verbinden
- Tunnelzelt
Tunnelzelte sehen aus wie kleine Tunnel, daher auch der Name. Zwei Gestängebögen verlaufen quer zur Liegerichtung. In größeren Tunnelzelten gibt es einen weiteren Gestängebogen, der die Apsis vergrößert. Diese Zelte haben dann einen seitlichen Eingang.
- Vorteil: i. d. Regel sturmsicher, leichter Aufbau
- Nachteil: es steht nicht ohne Heringe
- Giebelzelt
Das Giebelzelt wird auch als Firstzelt oder ganz einfach als Hundehütte bezeichnet. Es hat die Form eines klassischen Minihauses.
- Vorteil: extrem leicht, robustes Gestänge, da nicht gebogen
- Nachteil: schlechte Raumausnutzung, nicht sturmsicher, meistens nur eine Wand => daher nur als Kinderzelt geeignet
- Geodätenzelt
Geodätenzelte sehen aus, wie kantige Kuppelzelte und haben normalerweise 4 Bögen.
- Vorteil: absolut sturmsicher, sehr gute Raumausnutzung
- Nachteil: relativ schwer
- Pyramidenzelt
Pyramidenzelte haben eine lange Mittelstange, so daß man in diesen Zelten oft in der Mitte stehen kann.
- Vorteil: klassisches Pfadfinderzelt, man kann in der Regel darin Kochen, da ein Teil Dachspitze oft offen ist.
- Nachteil: schwer, sehr aufwändig aufzubauen
- Einbogenzelte
Einbogenzelte sind im Prinzip bessere Biwaksäcke, da hier der Kopfbereich auch noch gegen äußere Witterungseinflüsse geschützt ist. Der Bogen verläuft im Bereich der Schulter, dadurch hat man ein wenig Kopffreiheit. Manchmal gibt es auch noch einen zweiten kleinen am Fußende.
- Vorteil: wenig Gewicht und klein
- Nachteil: windanfällig, einwandig
- Heringe
Je nach Einsatzgebiet nicht nur die Original-Heringe mitnehmen, sondern auch lange oder harte Heringe mit dazu packen.
Bei härteren Böden kann man mit Hilfe eines Steines die Heringe einschlagen und beim Abbau mit einem stabilen Hering wieder herausziehen.
- Zeltunterlage!
Die Zeltunterlage hat den Vorteil, daß das Zelt von unten sauber und trocken bleibt, sie bietet natürlich auch einen guten Schutz vor Steinen für das Zelt. Eine Anschaffung, die sich wirklich in der Praxis bezahlt macht.
- Gestänge
Beim Gestängezusammenfalten immer in der Mitte anfangen, damit die Gummischnur nicht überdehnt wird.
- Alugestänge:
- Glasfibergestänge:
nicht UV-beständig - wird brüchig
© Guido Eink