zuletzt erweitert/aktualisiert am:
16.10.1999
Die Reiseapotheke für Fernreisen
Die Fernreise-Apotheke dient als Erweiterungskit zur Reiseapotheke,
daher schaue Dir bitte auch die
Grundausstattung der Reiseapotheke an.
Die aufgelisteten Mittel nur im Notfall und nach dem Durchlesen der Packungsbeilage nehmen, nach Möglichkeit einen Arzt zu Rate ziehen.
Bei schwerer Erkrankung auch immer besonderen Wert darauf legen, daß
man selber bzw. ein Freund oder Bekannter ein Auge auf den Patienten hat, da sich die Lage plötzlich verschlechtern kann.
Bitte lese Dir auch das Vorwort der Reiseapotheke durch!!!
In der Fernreise-Apotheke gehe ich hier auf bestimmte Medikamente ein, die vor Ort nicht unbedingt anzutreffen sind und es deswegen ratsam sein kann, sie mitzunehmen.
Ein Auseinandersetzen mit dieser Thematik ist unbedingt erforderlich, um eine falsche medikamentöse Behandlung vorzubeugen.
äußerliche Anwendung:
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- Wundsalbe: z. B. Dexpanthenol
- Salbe geben Hautpilze: z. B. Clotrmoxazol oder Tolnaftat
- Antihistaminika gegen Insektenstiche: z. B. Clemastinhydrogenfumarat-Gel
innere Anwendung:
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- Spritze und Nadel aus der Apotheke mitnehmen und dem Arzt geben, falls man nicht von einmal "Besteck" ausgehen kann.
- krampflösendes Schmerzmittel: z. B. N-ButylIsopolaminbromid
- Schlafmittel: z. B. Baldrian-Extrakt, Nitrazepam, Oxazepam
Die meiste mit -azepam [Benzodiazepine (Nitrazepam, Oxazepam)] endenden Medikamente haben erhöhtes Suchtpotential bzw. machen erwiesenermaßen abhängig und können unter Extrembedingungen auch gefährlich sein. Nur nach Absprache (sind verschreibungspflichtig) mit einem Arzt!
Es ist bestimmt verführerisch in großen Höhen >4000 m ein Schlafmittel zu benutzen, allerdings möchte ich davon abraten. Durch das noch flachere Atmen, wird die Gefahr Höhenkrank zu werden noch weiter verstärkt.
- Kreislaufmittel (bei niedrigen Blutdruck): z. B. Etilefrin
- Mittel gegen Übelkeit und Reisekrankheit: z. B. Metoclopramid, Motilium, Dimenthydrinat, Scopolamin-Membranpflaster.
Metoclopramid (Paspertin, Gastrosil etc.) ist verschreibungspflichtig und
hat auch nicht so zentralnervöse Nebenwirkungen bei längerer
Einnahme.
- Glukokortikoide: z. B. Prednison
Verschreibungspflichtig. Rezeptfrei gibt es 0,25%iges Hydrocortison als
Salbe, z.B. Soventol Hydrocortison. Bei plötzlichen Ekzemen,
allergischem Ausschlag, Sonnenbrand, Insektenstichen.
- Antibiotika (nach Absprache mit dem Arzt!):
Die Maßnahmen sollten vor Behandlungsbeginn durch Untersuchungen abgesichert sein!
Wenn man länger in einem Gebiet bleibt, empfielt es sich auch sich
lokal zu informieren, da die Situation anders von der z. B. im
Reiseführer geschilderten sein kann.
Bitte diese Mittel unbedingt mit dem Arzt auch auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten durchsprechen!
- Harnwegsinfekt z. B. Cotrimoxazol
Trimethoprim (Teil des Combipräparates Cotrimoxazol) ist genauso
wirksam und hat weniger Allergiepotential.
- Haut-, Lunge-, und andere Infekte: z. B. Penicillin
- Salmonellen, Shigellen: z. B. Cotrmoxazol, Ciprofloxacin
- Amöbenruhr, Lambliasis: z. B. Metronidazol
- Chlamydien Infekte z. B. Ricketsiosen: z. B. Doxycyclin
- Wachhaltemittel:
Wachhaltemittel (Kaffee, Cola, Coffeinmittel) für Situationen, in denen man nicht schlafen darf z.B. Verletzungen bei langanhaltender Kälte, Wache bei einem Verletzten oder ähnliches.
© Guido Eink