Flora und Fauna

Verglichen mit der Artenvielfalt großer Kontinente ist die Anzahl der auf den Seychellen heimischen Pflanzen und Tiere eher gering. Hauptgrund dafür ist der Umstand, daß die Seychellen seit Millionen von Jahren von sämtlichen Kontinenten getrennt sind, und sich nur diejenigen Arten ansiedeln konnten, die den weiten Luft- oder Wasserweg zurücklegen konnten. Nichts desto trotz hat sich auf den Inseln eine zum Teil einzigartige Pflanzen- und Tierwelt entwickelt, deren berühmtestes Beispiel sicherlich die sagenumwobene Meereskokosnuß ist. Nicht minder bekannt dürften die Riesenschildkröten sein, auch wenn man sie heute praktisch nur noch in privaten Gärten findet, da sie fast ausgerottet wurden. Lediglich auf der weit entfernten und schwer zugänglichen Insel Aldabra trifft man sie noch in ihrem natürlichen Lebensraum an.

Die auf den Seychellen vorkommenden Schlangen, Insekten, Skorpione und Spinnen sind - für Touristen sehr beruhigend - nicht giftig. Dies gilt auch für die kleinen, quirligen Geckos, um deren Bekanntschaft sicherlich niemand herum kommen dürfte. Besonders abends, wenn man Licht einschaltet, sieht man diese Tierchen die Flucht ergreifen, da sie zum Glück mehr Angst vor Menschen haben, als die meisten Menschen vor ihnen.


Ein Besuch der Seychellen lohnt sich nicht zuletzt wegen der hervorragenden Schnorchel- und Tauchreviere in den weit ausladenden Korallenriffen, die die Inseln umgeben und zum Teil bequem von den Stränden aus auch von weniger geübten Schwimmern zu erreichen sind. Leider hat das Korallensterben auch vor den Seychellen nicht haltgemacht, so daß mittlerweile über 90% der Korallenriffe abgestorben sind, was jedoch glücklicherweise noch keine, den Touristen sichtbar werdenden, Auswirkungen auf die Fischwelt hat, die sich noch immer in einer bunten Artenvielfalt präsentiert.

Schon in unmittelbarer Strandnähe trifft man auf eine Vielzahl von Kofferfischen, bunten Picassofischen, Wimpelfischen, auf einen ängstlichen Oktopus oder vielleicht sogar auf einen scheuen Rochen. Wer aus Angst vor Moränen, Barrakudas oder den kleinen Haien außerhalb der Riffs auf einen Schnorchel- oder Tauchausflug verzichten will, dem sei versichert, daß die Gefahr, sich an einem harmlosen Seeigel zu verletzten um ein Vielfaches höher ist, als von einem der angeblich so gefährlichen Fischarten angegriffen zu werden.