Die Geschichte der Seychellen

7. Jahrhundert

Die ersten arabischen Seefahrer erreichen die Seychellen.


1506

Die Seychellen erscheinen erstmals auf portugiesischen Seekarten, wenn auch mit unterschiedlichen Namen. Die Portugiesen steuern sie auf ihrem Weg nach Indien an, um sich auf den Inseln mit neuem Proviant und Süßwasser zu versorgen. Ansiedlungen werden noch nicht errichtet.


17. Jahrhundert

Engländer, Franzosen und Holländer beginnen einen lebhaften Handel zwischen Europa und Südostasien, wobei ihre Fahrten durch den Indischen Ozean sie ebenfalls auf die Seychellen führen. Von ihnen angelockt kreuzen die ersten Piraten auf der Jagd nach Beute vor den Inseln.


1. November 1756

Die Franzosen nehmen die Seychellen in Besitz, um neben Mauritius und La Rénunion weitere befestigte Zwischenstationen auf dem Seeweg nach Indien zu schaffen, die ihre Flotte vor englischen Angriffen schützen. Die Inseln werden nach dem Finanzminister des Königs Louis XV., Jean Moreau de Séchelles, benannt.


1770

Die ersten französischen Siedler lassen sich auf den Seychellen nieder. Plantagen und Botanische Gärten werden angelegt, zum großen Teil mit der Hilfe von eingeführten Sklaven.


1794

Die Briten besetzen nach einem schweren Gefecht die Seychellen, nachdem ihre Handelsschiffe wiederholt von französischen Korsaren, die auf den Inseln stationiert sind, ausgeraubt werden.


21. April 1811

Die Seychellen gehen in englischen Besitz über, sehr zum Leidwesen der mittlerweile über 4.000 Seychellois, die sich unter französischer Herrschaft recht wohl fühlten, da die wirtschaftliche Entwicklung, vor allem der Export von Baumwolle, sehr erfolgreich verlief.


1812

Der Sklavenhandel auf den Seychellen wird verboten, wenn er auch erst 1830 tatsächlich beendet werden kann. Mittlerweile kommen auf jeden freien Seychellois über sieben Sklaven. Erst zwei Jahrzehnte später wird auch der Besitz von Sklaven verboten.


1946-1956

Nachdem zwei Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise auch an den Seychellen nicht spurlos vorübergegangen sind, arbeitet der neue Gouverneur Sir Selvyn Clark ein Zehnjahresprogramm aus, das die Wirtschaft wiederbeleben soll. Durch sinkende Rohstoffpreise und teuer zu importierender Fertigprodukte ist der Erfolg jedoch nur gering, so daß England sich gezwungen sieht, die Seychellen zu subventionieren.


29. Juni 1976

Die Seychellen werden unabhängig. Erster Staatspräsident wird James Mancham, Präsident der SDP, deren ursprüngliches Programm es war, völlig in das britische Königreich integriert zu werden. Nachdem sie ihr Programm geändert hat, geht sie mit der zweiten politischen Partei, der SPUP eine Koalition ein.


5. Juli 1977

France-Albert René, Präsident der SPUP wird nach einem unblutigen Staatsstreich neuer Präsident und führt nach und nach ein sozialistisches System ein.


1993

Da durch den Zusammenbruch des kommunistischen Systems ein Rückgang der bisherigen Unterstützung zu erwarten ist und Entwicklungshilfe fortan nur noch demokratischen Mehrparteiensystemen gewährt wird, wandelt Präsident René die Seychellen in ein solches um und erarbeitet, nachdem er zur Überraschung vieler die Wahlen für sich entschied, eine demokratische Verfassung.


November 1999

Wolfgang Schürholt besucht die Seychellen als Tourist und beginnt, von Land und Leuten fasziniert, mit der Arbeit an dieser Homepage.