Land und Leute

Obwohl sich das Staatsgebiet der Seychellen über die enorme Seefläche von 390.000 km² erstreckt, beträgt die bewohnbare Landfläche aller Inseln nicht mehr als 454 km². Die Granitinseln Mahé, Praslin, La Dique, die kleineren Eilande Curieuse, Frégate, Cousin, Cousine, Sihouette und North sowie 33 weitere Inselchen bilden die Innere Seychellengruppe. Weitere 50 Inseln, die alle korallinen Ursprungs sind und zum Teil kaum einen Meter über die Meeresoberfläche hinausragen, werden Outer Islands genannt.


Etwa 75.000 Menschen leben auf den acht ständig bewohnten Inseln, davon fast 90% auf der Hauptinsel Mahé. Der Lebensstandart der Seychellois ist der höchste in Afrika und liegt zum Teil sogar über dem vieler süd- und osteuropäischer Länder.
Haupteinnahmequelle ist heutzutage natürlich der Tourismus und die damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Daneben ist der Export von Zimt, Tee, gefrorenem Fisch, Kokosnüssen und Kopra, jenem Öl, das aus getrocknetem Kokosfleisch gepreßt, unter anderem zur Herstellung von Seife, Kosmetika oder Kokosraspeln dient, ein weiterer, wenn auch bei weitem nicht so bedeutungsvoller Wirtschaftszweig.
Der größte Teil der Seychellois stammt aus Afrika, aber schon die unterschiedlichen Schattierungen der Haut- und Haarfarben lassen den europäischen, indischen, madagassischen und chinesischen Einfluß erkennen, der von der kurzen aber ereignisreichen Geschichte der Seychellen zeugt.


Auf den Seychellen besteht ein gut ausgebautes Bildungssystem mit einer neunjährigen Schulpflicht und der Möglichkeit, nach deren Abschluß ein englisches Abitur oder eine handwerkliche Ausbildung zu machen. Bereits als Kind erlernt jeder Seychellois neben Kreolisch die englische und französische Sprache, so daß auch für Touristen die Verständigung relativ problemlos ist, und wo man mit Worten nicht weiterkommt, behilft man sich eben mit den Händen.

Das Gros der Seychellois ist Touristen gegenüber aufgeschlossen und freundlich, ohne aufdringlich zu sein. Ganz gleich, wo man nach dem Weg fragt, überall findet man sofort hilfsbereite Menschen, die einem weiterhelfen, und müht man sich am Strand mit dem Öffnen einer Kokosnuß ab, hat man nicht selten das Glück, daß einer der Einheimischen seine Hilfe anbietet - und das ohne Erwartung einer Gegenleistung, sondern aus reiner Freundlichkeit.