YAMAHA XJ 900
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Allgemeines

 1.1 Einleitung zu dieser
  Reparatureinleitung

Leute, die beruflich mit der Reparatur und Wartung von  Kraftfahrzeugen  zu  tun haben, brauchen in der Regel
drei bis vier Jahre für ihre Berufsausbildung. Neben den rein handwerklichen Fertigkeiten erwerben sie dabei
ein  solides  theoretisches  Grundwissen. Dieses  versetzt  sie  dazu  in  die  Lage  verantwortlich  zu  handeln.
Immerhin ist zu bedenken, dass Montagefehler ursächlich  für  die Gefährdung von Gesundheit und Leben des
Fahrers  und  sonstiger  Verkehrsteilnehmer  sein  können. Diese Reparaturanleitung wurde für die Hand des
Interessierten  Laien  geschrieben. Sie  enthält  deshalb   neben   der   Beschreibung  der  für  eine  Reparatur
notwendigen   Bauteile   und   Arbeitstechniken   auch   Erklärungen   über   die   dem   Fachmann  geläufigen
technologischen  Zusammenhänge.  Ein  Motorrad,  als  Mittel  zur sinnvollen Freizeitgestaltung, bietet seinem
Halter nicht nur die Möglichkeit. In  engem  Kontakt  zur  natürlichen  Umwelt zu reisen, sonder  darüber  hinaus
einen Blick in die Welt der Technik zu werfen. Der Ehrgeiz, sein Fahrzeug nicht nur fahren zu können, sondern
es auch technisch zu beherrschen, ist besonders  unter  den Motorradfahren weit verbreitet. Dieses  Buch  soll
ihnen  dabei  helfen,  mit  den   richtigen   Mitteln  auf  dem   richtigen  Wege   das   gestellte Ziel  zu  erreichen.
Der  Verfasser  dieser  Reparaturanleitung  kann  mittlerweile  auf   eine  mehrjährige Praxis  im  Umgang  mit
Motorrädern zurückblicken. So wurde der vorliegende Text  mit  Umsicht  und  Sorgfalt geschrieben,  um  dem
Leser fachlich richtige und brauchbare Informationen zu geben. Trotz vorerwähnter Umstände müssen sowohl
der Autor als auch der Verleger ablehnen,  die Haftung  für  Schäden zu übernehmen, die  einem  Leser durch
eventuelle Fehlinformation  oder  Auslassung  im  Text entstanden sein könnten. Wenn von <linker> Seite, oder
<rechter> Seite, <vorne>  oder  <hinten> die  Rede  ist,  ist  dieses  immer  in  Fahrtrichtung  des  Fahrzeuges
gesehen zu verstehen.
 

1.2 Die ‘YAMAHA XJ 900. stellt sich vor

Die «YAMAHA XJ 900. erschien Ende 1982 auf dem Markt und war auf Anhieb ein Erfolg. Die kompakte
Grundstruktur des Motors wurde ermöglicht. Indem der Alternator hinter der Kurbelwelle angebracht wurde und
durch eine Zahnradverbindung angetrieben wird, anstatt ihn einfach direkt am Wellenende anzubringen. Die
doppelten. obenliegenden Nockenwellen werden durch eine Kette von der Kurbelwelle angetrieben, wobei ein
automatischer Kettenspanner die Wartung wesentlich erleichtert. Die normale Anordnung mit zwei Ventilen pro
Zylinder wurde wegen einer leichteren Wartung beibehalten. Ebenfalls können die Ventile direkt durch die
Kurbelwellen gesteuert werden, ohne dass zusätzliche Nocken-stössel erforderlich sind. Die Nockenwellen
sind für eine zuverlässige Leistung bei hohen Drehzahlen über einen längeren Zeitraum an vier Stellen abgestützt.
Die Kraftstoffaufbereitung wird durch vier 34 mm-Konstant-Vakuum-Einheiten ermöglicht, die zusammen mit
der präzisen Zündpunkteinstellung der elektronisch- gesteuerten T.C.l.-Einheit ein schnelles Anlassen und ein
gleichmässiges Anzugsvermögen von jedem beliebigen Punkt des Drehzahlbereichs gewährleisten. Gekoppelt
mit diesen Einheiten ist das <Yamaha-lnduktions-Steu-ersystem> (Y.l.C.S.), das mehr Leistung bei niedrigen
und mittleren Drehzahlen bietet sowie die Kraftstoffausnutzung um 1O% erhöht. Bei dem Y.I.C.S.-System handelt
es sich um einen Sekundär-Steueröffnungs-guss im Zylinderkopf. der die Hauptinduktionsleitungen verbindet.
Dadurch wird die Sekundärladung in einem Winkel in die Hauptleitung geleitet. so dass diese mit dem
Hauptkraftstoffluss gemischt wird und die Mi-schung vollständig in der Brennkammer herumgewirbelt wird.
Dadurch wird der Zylinder noch mehr angefüllt, was zu mehr Leistung und einem geringeren Kraftstoffverbrauch
führt. Die <YAMAHA XL 900> ist mit dem bewährten Doppelschleifen Gabelgestell ausgestattet. Die exklusiv
von YAMAHA entwickelten Stossdämpfer sind mit einer ein-zigartigen Besonderheit versehen, bei der die
Dämpfungseigenschaften sowie die Stossfederspannung gleichzeitig nur durch eine einzige Einstellung
abgestimmt werden kann.Die drei Scheibenbremsen enthalten eine Menge von Technologien, die für Grand-Prix-
Rennen entwickelt worden sind. Bei dem Bremszylinder handelt es sich um einen gegenläufigen Kolben, eine
Erfindung für Rennstrecken, und die Bremsbeläge bestehen aus einem Halbmetall. Dadurch wird die Leistung
bei Regen ver-bessert und Vibrationen sowie ein geräuschvolles Pfeifen eliminiert. Die neuen Gussreifen mit
drei Armen sind leicht und den-noch äusserst robust. Erweiterte Felgen ermöglichen ein flacheres Reifenprofil
für maximalen Fahrvorteil In Kurven, Die Reifen selbst sind für höchste Sicherheit bei hohen Dauergeschwindig-
keiten bewertet. Der 22-Liter-Kraftstofltank passt sich ausgezeichnet den Seitenverkleidungen und dem Sitz an
und ist sehr attraktiv Gleichzeitig erhöht er den Fahrkomfort und gewährleistet einen guten Schutz.
Ein eleganter Scheinwerfer läuft aus dem Lenkkopf und enthält ein flugzeugähnliches Armaturenfeld mit zentral
angeordnetem Tachometer und Drehzahlmesser an der linken und Kraftstoffstandmesser und Digitaluhr an der
rechten Seite. Der Kilometerzähler kann durch eine einzige Einstellung neu eingestellt werden.
Die aus einer Legierung geschmiedeten Lenkstangen sind einstellbar, um dem Fahrer die bestmögliche Position
zu bieten. Ein mit Kühlschlitzen versehener Kanal des am Rahmen angebrachten Ölkühlers leitet kühle Luft über
den Zylinderkopf. Für ein integriertes Styling sind die Befestigungsplatten für die geriffelte Legierungs-Fussraste
in die normalerweise auffällige Lücke zwischen den Seitenverkleidungen und den nach oben gebogenen
Auspuffrohren ein-gesetzt worden. Die Gusslegierungs-Griffstange erhöht die Mitfahrer-Sicherheit. und die
Sitzform bietet Komfort und einen festen Halt auf dem Motorrad.

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